Wien ist der Ort, an dem vor 100 Jahren die Individualpsychologie entstand: Nachdem sich Alfred Adler 1911 von Sigmund Freud getrennt hatte, gründete er zunächst den „Verein für freie psychoanalytische Forschung", der 1912 in „Verein für Individualpsychologie" umbenannt wurde.
Dieses Ereignis nimmt der Internationale Verein für Individualpsychologie zum Anlass, um sich im Rahmen des 25. Internationalen Kongresses drei Themenschwerpunkten zu widmen:
(1.) Unter dem Titel „Separation-Trauma-Development" wird die Bedeutung verschiedener Formen von Trennung behandelt. Der förderlichen Bedeutung von Trennung und Loslösung wird ebenso Aufmerksamkeit geschenkt wie jenen Trennungserfahrungen, die zu Krankheitszuständen führen. Dabei wird auf Theorieentwicklung allgemein sowie auf Therapie, Beratung und Erziehung im Besonderen Bezug genommen.
(2.) Unter dieser Perspektive wird der Entwicklung der Individualpsychologie seit 1911, aber auch deren Vorgeschichte ein besonderer Schwerpunkt gewidmet.
(3.) Den verschiedenen individualpsychologischen Praxistraditionen, die sich in der 100jährigen Geschichte der Individualpsychologie im Spannungsbogen zwischen psychoanalytischen, humanistischen und kognitiven Grundorientierungen entwickelt haben, ist der Vorkongress (13. Juli 2011) gewidmet. In dessen Zentrum steht die intensive Diskussion von Fallmaterial.
Kongresssprache: Englisch