Sonntag, 17. Juli 2011

Entwicklung und Beziehung.
Auf dem Weg zu einer zeitgenössischen Theorie der Genese von Gemeinschaftsgefühl

 

Alfred Adler vertrat die These, dass der Mensch als soziales Wesen geboren wird und von Beginn an das Verlangen nach dem Erleben befriedigender Beziehungserfahrungen verspürt. Diese Beziehungserfahrungen sind für die Ausbildung von Gemeinschaftsgefühl und somit für Entwicklung der Fähigkeit bedeutsam, andere Menschen sowie soziale Prozesse verstehen zu können. Ergebnisse der jüngeren Säuglings- und Kleinkindforschung scheinen diese Annahmen Adlers zu stützen und zugleich zur Weiterentwicklung individualpsychologischer Theorien anzuregen. Es liegt deshalb nahe, folgende Fragen zu diskutieren:
Über welche Fähigkeiten des Verstehens von anderen Menschen und sozialen Beziehungen verfügen Säuglinge und Kleinkinder? Welche Beziehungserfahrungen fördern, welche behindern die Entwicklung dieser Fähigkeiten? Wenn die Fähigkeiten des Verstehens von sozialen und psychischen Prozessen in der frühen Kindheit nicht ausgebildet wird - welche Folgen hat dies für die weitere Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen? Und welche Folgen hat die Diskussion dieser Fragen für die individualpsychologische Theorie der Entwicklung des Gemeinschaftsgefühls?

Kongresssprachen: Englisch, Deutsch, Italienisch (Simultanübersetzung)

 

09.00-09.10: Vorsitz: Wilfried Datler (A)
                     Eröffnung der Plenumsveranstaltung

09.10-09.55: Mary Target (GB)
                     Hauptvortrag I: The development of personal awareness through
                     early relatedness: A contemporary account bridging psychoanalysis and
                     research

09.55-10.15: Diskutant: Michael Wininger (A/D)
                     Rückfragen zum Vortrag von Mary Target

10.15-10.45: Pause

10.45-11.10: Cathy Urwin (GB)
                     Hauptvortrag II: Group Relatedness in Babies: Some Implications for
                     Accounts of Infant Sociability

11.10-11.20: Paul Rasmussen (USA)
                     Rückfragen zum Vortrag von Cathy Urwin

11.20-11.45: Ursula Oberst (ESP)
                     Hauptvortrag III: How do the Results of Contemporary research on 
                     Infant Behaviour Relate to the Adlerian Concept of Social Interest?

11.45-11.55: Paul Rasmussen (USA)
                     Rückfragen zum Vortrag von Ursula Oberst

11.55-12.30: Offene Diskussion

12.30-13.00: Verabschiedung