Alfred Adler vertrat die These, dass der Mensch als soziales Wesen
geboren wird und von Beginn an das Verlangen nach dem Erleben
befriedigender Beziehungserfahrungen verspürt. Diese
Beziehungserfahrungen sind für die Ausbildung von Gemeinschaftsgefühl
und somit für Entwicklung der Fähigkeit bedeutsam, andere Menschen sowie
soziale Prozesse verstehen zu können. Ergebnisse der jüngeren
Säuglings- und Kleinkindforschung scheinen diese Annahmen Adlers zu
stützen und zugleich zur Weiterentwicklung individualpsychologischer
Theorien anzuregen. Es liegt deshalb nahe, folgende Fragen zu
diskutieren:
Über welche Fähigkeiten des Verstehens von anderen
Menschen und sozialen Beziehungen verfügen Säuglinge und Kleinkinder?
Welche Beziehungserfahrungen fördern, welche behindern die Entwicklung
dieser Fähigkeiten? Wenn die Fähigkeiten des Verstehens von sozialen und
psychischen Prozessen in der frühen Kindheit nicht ausgebildet wird -
welche Folgen hat dies für die weitere Entwicklung von Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen? Und welche Folgen hat die Diskussion
dieser Fragen für die individualpsychologische Theorie der Entwicklung
des Gemeinschaftsgefühls?
Kongresssprachen: Englisch, Deutsch, Italienisch (Simultanübersetzung)
09.00-09.10: Vorsitz: Wilfried Datler (A)
Eröffnung der Plenumsveranstaltung
09.10-09.55: Mary Target (GB)
Hauptvortrag I: The development of personal awareness through
early relatedness: A contemporary account bridging psychoanalysis and
research
09.55-10.15: Diskutant: Michael Wininger (A/D)
Rückfragen zum Vortrag von Mary Target
10.15-10.45: Pause
10.45-11.10: Cathy Urwin (GB)
Hauptvortrag II: Group Relatedness in Babies: Some Implications for
Accounts of Infant Sociability
11.10-11.20: Paul Rasmussen (USA)
Rückfragen zum Vortrag von Cathy Urwin
11.20-11.45: Ursula Oberst (ESP)
Hauptvortrag III: How do the Results of Contemporary research on
Infant Behaviour Relate to the Adlerian Concept of Social Interest?
11.45-11.55: Paul Rasmussen (USA)
Rückfragen zum Vortrag von Ursula Oberst
11.55-12.30: Offene Diskussion
12.30-13.00: Verabschiedung