Während des gesamten Lebenslaufs haben sich Menschen mit unterschiedlichen Trennungserfahrungen auseinanderzusetzen. Wenn es Menschen nur in sehr geringem Ausmaß gelingt, Trennungserfahrungen zu bewältigen, wächst die Gefahr der Ausbildung von pathologischen Persönlichkeitsstrukturen, die es Menschen erst recht wieder schwer machen, Trennungen zu ertragen. Daraus erwachsen erhebliche Herausforderungen für Erziehung, Beratung und Psychotherapie.
Diese Thematik wird unter besonderer Bezugnahme auf die Besonderheit von Borderline-Störungen diskutiert. Im Zentrum der Beiträge stehen drei Fragen: Welche Bedeutung haben belastende Trennungserfahrungen für die Entwicklung von Borderline-Störungen? Welcher Stellenwert hat das Thema "Trennung" in der Therapie von Patientinnen und Patienten, die an Borderline-Störungen leiden? Wie ist dem Thema "Trennung" Rechnung zu tragen, wenn Psychotherapie mit Borderline-Patienten konzipiert oder durchgeführt wird?
Kongresssprachen: Englisch, Deutsch, Italienisch (Simultanübersetzung)
09.00-09.10: Vorsitz: Jürg Rüedi (CH)
Eröffnung der Plenumsveranstaltung
09.10-09.55: Andrea Ferrero (I)
Hauptvortrag I: Dealing with separation. Theoretical and technical issues of
Sequential Brief-Adlerian Psychodynamic Psychotherapy (SB-APP)
09.55-10.15: Diskutant: Daniel Dalton (USA)
Rückfragen zum Vortrag von Andrea Ferrero
10.15-10.45: Pause
10.45-11.10: Eva Presslich-Titscher (A)
Hauptvortrag II: Therapists as new and other objects: Which Therapy is
Appropriate for Borderline Patients?
11.10-11.20: Diskutant: Erik Mansager (CH/USA)
Rückfragen zum Vortrag von Eva Presslich
11.20-11.45: Kristin White (D)
Hauptvortrag III: The relevance of evidence based treatment forms for
the everyday life of the psychodynamic psychotherapist
11.45-11.55: Diskutant: Erik Mansager (CH/USA)
Rückfragen zum Vortrag von Kristin White
11.55-12.30: Offene Diskussion